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Flexibles Arbeiten: Was HR-Führungskräfte wissen müssen
MAR 28, 2026
Das Recht, ab dem ersten Tag flexible Arbeitsbedingungen zu beantragen, ist in Großbritannien nun gesetzlich verankert. Hier erfahren Sie, was sich geändert hat und wie Sie Anträge fair handhaben.
Die neue gesetzliche Landschaft
Seit April 2024 haben alle Beschäftigten in Großbritannien das Recht, ab ihrem ersten Arbeitstag flexible Arbeitsbedingungen zu beantragen, womit die bisherige 26-wöchige Wartezeit entfällt. Arbeitgeber müssen Anträge prüfen und innerhalb von zwei Monaten antworten. Anträge dürfen nur aus einem von acht gesetzlichen betrieblichen Gründen abgelehnt werden: zusätzliche Kosten, Unmöglichkeit der Umorganisation der Arbeit, Unmöglichkeit, zusätzliches Personal einzustellen, nachteilige Auswirkungen auf Qualität oder Leistung, unzureichende Arbeit während der vorgeschlagenen Zeiten und geplante strukturelle Änderungen.
Was als flexibles Arbeiten gilt
Flexibles Arbeiten umfasst verschiedene Modelle: Teilzeit, verdichtete Arbeitszeiten (Vollzeitstunden auf weniger Tage), Gleitzeit (Kernzeiten mit flexiblem Beginn und flexiblem Ende), Remote-Arbeit und Arbeit während der Schulzeit. Mitarbeitende können nun zwei Anträge pro Jahr statt nur einem stellen. HR-Teams sollten ihre Richtlinien zum flexiblen Arbeiten an den neuen gesetzlichen Rahmen anpassen und sicherstellen, dass Führungskräfte darin geschult sind, Anträge einheitlich und fair zu behandeln.
Flexibles Arbeiten fair managen
Das größte Risiko beim Management flexibler Arbeit ist Inkonsistenz: ähnliche Anträge werden für einige Mitarbeitende genehmigt und für andere mit vergleichbaren Rollen abgelehnt. Das erzeugt das Gefühl von Ungerechtigkeit und kann, wenn geschützte Merkmale betroffen sind, potenzielle indirekte Diskriminierungsansprüche nach sich ziehen. Verwenden Sie für jeden Antrag ein strukturiertes Bewertungsverfahren, dokumentieren Sie die geschäftliche Begründung jeder Entscheidung und überprüfen Sie Entscheidungen auf höherer Ebene, bevor Sie sie kommunizieren.
Der Produktivitätsvorteil von Flexibilität
Forschung von Stanford und anderen zeigt durchgehend, dass gut gemanagtes flexibles Arbeiten die Produktivität erhöht, Fehlzeiten reduziert und die Bindung verbessert. Mitarbeitende, die Flexibilität bei Zeit und Ort ihrer Arbeit haben, berichten von höherer Arbeitszufriedenheit und verlassen das Unternehmen seltener. Organisationen, die jede Form von Flexibilität ablehnen, verlieren zunehmend Talente an agilere Wettbewerber, insbesondere unter Wissensarbeitenden, die über die Fähigkeiten verfügen, anderswo zu wechseln.












































